Die Brasse, oft als Blei bezeichnet, ist ein Zielfisch, der in unseren heimischen Gewässern in großer Zahl vorkommt. Obwohl sie nicht immer die gleiche Aufmerksamkeit wie Raubfische genießt, bietet das Angeln auf Brasse eine wunderbare Möglichkeit, entspannte Stunden am Wasser zu verbringen und beeindruckende Fänge zu erzielen. Besonders effektiv und beliebt hat sich in den letzten Jahren das Feeder Angelset etabliert, eine Methode, die Präzision und Lockwirkung perfekt kombiniert. Wer gezielt große Brassen fangen möchte, kommt am Feederangeln Brasse kaum vorbei.

Das Feederangeln ist eine vergleichsweise junge, aber unglaublich erfolgreiche Technik, bei der ein spezieller Futterkorb Feederangeln zum Einsatz kommt. Dieser Korb wird mit Lockfutter befüllt und direkt an die Montage gebunden, wodurch Futter und Köder immer am gleichen Punkt platziert werden. Das schafft einen unwiderstehlichen Futterplatz, der Brassen magisch anzieht und sie zum Verweilen animiert. In diesem Artikel tauchen wir tief in die Welt des Feederangelns auf Brasse ein und verraten Ihnen die Strategien, die zu konstantem Erfolg führen.

Warum Feederangeln auf Brasse so effektiv ist

Die Brasse ist ein typischer Grundfisch, der seine Nahrung vorwiegend am Gewässerboden sucht. Genau hier spielt das Feederangeln seine größte Stärke aus: Es ermöglicht eine punktgenaue und wiederholte Futterzufuhr an exakt derselben Stelle. Während beim Posenangeln das Futter oft weit verdriftet oder unpräzise verteilt wird, landet beim Feederangeln das Lockfutter immer direkt beim Köder. Dies schafft eine hohe Futterkonzentration, die Brassen in kürzester Zeit anlockt und sie in einen regelrechten Fressrausch versetzen kann. Die feinen Bissanzeiger der Feederrute signalisieren selbst zaghafteste Zupfer, was bei der vorsichtigen Brasse entscheidend ist.

Die passende Ausrüstung für das Feederangeln auf Brasse

Um erfolgreich auf Brasse zu feedern, ist die richtige Ausrüstung entscheidend. Es beginnt mit der Feederrute selbst. Für das klassische Feederangeln Brasse in stehenden oder langsam fließenden Gewässern eignen sich Ruten mit einer Länge von 3,30 bis 3,90 Metern und einem Wurfgewicht von 60 bis 120 Gramm. Diese Ruten sind sensibel genug, um auch vorsichtige Bisse zu erkennen, bieten aber gleichzeitig genügend Rückgrat, um einen voll beladenen Futterkorb präzise zu werfen und größere Brassen sicher zu landen.

Die Wahl der Feederrolle Angel sollte auf die Rute abgestimmt sein. Eine Rolle in den Größen 3000 bis 4000 mit einer präzisen Frontbremse und einer guten Schnurfassung ist ideal. Als Hauptschnur hat sich monofile Schnur bewährt, da sie durch ihre Dehnung die Fluchten der Brasse gut abfedert und ein Ausschlitzen verhindert. Eine Schnurstärke von 0,20 mm bis 0,25 mm ist für die meisten Situationen ausreichend. Viele Angler bevorzugen eine geflochtene Schnur als Hauptschnur, um die Bissanzeige zu optimieren. In diesem Fall sollte ein Schlagschnurvorfach aus monofiler Schnur verwendet werden, um die Dehnung zu gewährleisten und Abrisse zu vermeiden.

Der bereits erwähnte Futterkorb ist das Herzstück der Montage. Es gibt verschiedene Typen, darunter offene Körbe für feines Futter und geschlossene Körbe für Lebendköder wie Maden. Das Gewicht des Futterkorbs muss auf die Strömung und die Wurfweite abgestimmt sein. Für stehende Gewässer reichen oft Körbe von 20 bis 40 Gramm, während in Flüssen auch 80 Gramm und mehr nötig sein können.

Futter und Köder: Der unwiderstehliche Lockstoff

Die Brasse ist bekannt für ihren guten Appetit und ihre Vorliebe für nährstoffreiches Futter. Ein gutes Grundfutter Brasse ist der Schlüssel zum Erfolg. Viele kommerzielle Futtermischungen sind speziell auf Brassen abgestimmt und enthalten oft süße Komponenten wie Vanille oder Karamell, sowie proteinreiche Zusätze wie Hanf oder Maismehl. Wichtig ist, dass das Futter die richtige Konsistenz hat: Es muss sich im Futterkorb gut formen lassen, aber im Wasser schnell auflösen, um eine attraktive Futterwolke zu erzeugen.

Neben dem Grundfutter sind Partikel wie gekochter Hanf, Mais oder Weizen hervorragende Zusätze, die Brassen lange am Futterplatz halten. Als Hakenköder haben sich vor allem Maden, kleine Würmer (Mistwürmer oder Rotwürmer), Maiskörner und kleine Pellets bewährt. Oft ist eine Kombination aus mehreren Ködern, zum Beispiel zwei Maden und ein Maiskorn, besonders reizvoll. Experimentieren Sie mit verschiedenen Ködern, um die Vorlieben der Brassen an Ihrem Gewässer herauszufinden.

Die Montage und die Technik

Die gängigste Montage beim Feederangeln Brasse ist die Schlaufenmontage oder die Anti-Tangle-Boom-Montage. Bei der Schlaufenmontage wird die Hauptschnur zu einer Schlaufe gebunden, an deren Ende der Futterkorb befestigt wird. Das Vorfach mit dem Haken wird an einer kleineren Schlaufe oberhalb des Futterkorbs angebracht. Dies stellt sicher, dass sich das Vorfach beim Wurf nicht um die Hauptschnur verwickelt und der Fisch beim Biss keinen direkten Widerstand spürt.

Ein gutes Vorfach ist aus Fluorocarbon oder einer dünnen monofilen Schnur (0,15 mm bis 0,18 mm) und hat eine Länge von 30 bis 80 Zentimetern. Die Wahl des Hakens hängt vom Köder ab. Für Maden und Würmer eignen sich feine, aber stabile Angelhaken Feeder in den Größen 12 bis 16. Für Mais oder Pellets können etwas größere Haken (Größe 10 bis 14) verwendet werden. Achten Sie auf scharfe Haken, um eine gute Bissausbeute zu gewährleisten.

Beim Werfen ist Präzision gefragt. Versuchen Sie, den Futterkorb immer an dieselbe Stelle zu werfen. Ein Schnurclip an der Rolle hilft dabei, die Wurfweite zu fixieren. Nach dem Auswerfen legen Sie die Rute in einen stabilen Rutenhalter Feeder, richten die Rutenspitze leicht zum Wasser aus und spannen die Schnur leicht an, bis die Spitze eine leichte Krümmung zeigt. Jeder noch so kleine Zupfer oder ein Entspannen der Spitze signalisiert einen Biss. Warten Sie nicht zu lange mit dem Anhieb, da Brassen den Köder oft vorsichtig nehmen und schnell wieder ausspucken.

Standortwahl und Strategie am Wasser

Brassen bevorzugen ruhige, nahrungsreiche Bereiche in Seen, Teichen und langsam fließenden Flüssen. Typische Hotspots sind:

  • Tiefere Rinnen und Kanten
  • Bereiche mit schlammigem oder weichem Grund
  • Nähe von Schilfgürteln oder Seerosenfeldern
  • Häfen oder ruhige Buchten
  • Mündungen von kleineren Bächen oder Zuflüssen
Bevor Sie mit dem Angeln beginnen, nehmen Sie sich Zeit, den Gewässerabschnitt zu beobachten. Achten Sie auf aufsteigende Blasen oder rollende Fische, die auf Brassenaktivität hindeuten könnten.

Eine bewährte Strategie ist das sogenannte "Anfüttern". Werfen Sie zu Beginn des Angelns 5-10 voll beladene Futterkörbe auf die gewünschte Angelstelle, um einen attraktiven Futterteppich zu legen. Danach werfen Sie regelmäßig, etwa alle 15-30 Minuten, einen neuen Futterkorb aus, um den Futterplatz aktiv zu halten. Bleiben Sie geduldig; Brassen brauchen oft etwas Zeit, um den Futterplatz zu finden und Vertrauen zu fassen. Sobald die ersten Bisse kommen, können Sie die Frequenz der Futterkorbwürfe anpassen – bei guter Beißlaune weniger, bei nachlassender Aktivität wieder mehr.

Jahreszeiten und Bedingungen

Brassen lassen sich prinzipiell das ganze Jahr über fangen, doch es gibt Zeiten, in denen sie besonders aktiv sind. Der Frühling, kurz nach der Laichzeit, und der Herbst sind oft die produktivsten Phasen. Im Frühjahr sind die Fische hungrig und suchen nach Nahrung, um ihre Energiereserven aufzufüllen. Im Herbst legen sie sich Fettreserven für den Winter an. Im Sommer können Brassen auch gut beißen, besonders in den kühleren Morgen- und Abendstunden oder in der Nacht. Bei sehr hohen Temperaturen ziehen sie sich oft in tiefere, sauerstoffreichere Bereiche zurück.

Auch das Wetter spielt eine Rolle. Ein leichter Regen oder bedeckter Himmel kann die Brassenaktivität steigern, während strahlender Sonnenschein und klarer Himmel sie oft vorsichtiger macht. Bei starkem Wind kann es schwierig sein, die feinen Bisse zu erkennen, hier sind robustere Ruten und schwerere Futterkörbe von Vorteil.

Fazit

Das Feederangeln Brasse ist eine faszinierende und äußerst erfolgreiche Methode, um diesen oft unterschätzten Zielfisch zu überlisten. Mit der richtigen Ausrüstung, einem attraktiven Futter und einer präzisen Technik steht einem erfolgreichen Angeltag nichts im Wege. Es ist die Kombination aus Geduld, Beobachtungsgabe und dem Wissen um die Verhaltensweisen der Brasse, die am Ende zu vollen Fischkörben führt. Probieren Sie es selbst aus und erleben Sie die Freude, wenn die Rutenspitze zuckt und eine kapitale Brasse am Haken hängt. Petri Heil!