Hering angeln: Die beste Saison
Hering angeln: Die beste Saison verstehen und erfolgreich sein
Der Hering, oft als „Silber des Meeres“ gefeiert, lockt jedes Jahr unzählige Angler an die Küsten. Doch um wirklich erfolgreich zu sein und die Körbe zu füllen, ist es entscheidend, die richtige Zeit und die passenden Methoden zu kennen. Es ist nicht nur das Glück des Tüchtigen, sondern vielmehr das Wissen um die Wanderungen und Gewohnheiten dieser Schwarmfische, das den Unterschied ausmacht. Für viele beginnt die Vorfreude schon Wochen vor dem Start der Hauptwanderung, wenn die ersten Gerüchte über kommende Schwärme die Runde machen. Wer dann gut vorbereitet ist, kann sich auf unvergessliche Stunden am Wasser freuen. Eine gute Ausrüstung ist dabei die halbe Miete, angefangen bei der passenden Montage. Ein bewährtes Hilfsmittel hierfür ist das Heringspaternoster, das in verschiedenen Ausführungen erhältlich ist und speziell für den Fang dieser schlanken Schwarmfische konzipiert wurde. Doch auch die Wahl der richtigen Angelrute für Hering spielt eine entscheidende Rolle für den Fangerfolg.
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Heringe sind Wanderfische, deren Vorkommen stark von Jahreszeit, Wassertemperatur und Laichzyklen abhängt. Wer die optimalen Bedingungen für die Heringssaison kennt, kann seine Chancen auf einen vollen Eimer erheblich steigern. Es geht darum, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein und mit der passenden Ausrüstung gewappnet zu sein. Dieser Artikel taucht tief in die Geheimnisse des Heringsangelns ein und verrät Ihnen, wann und wo Sie die besten Bisse erwarten können und welche Kniffe Ihnen zum Erfolg verhelfen.
Die Heringssaison verstehen – Wann die Schwärme kommen
Die Hauptphase der Heringssaison in unseren Breitengraden beginnt typischerweise im Frühjahr, meist zwischen März und Mai, wenn die Heringe zum Laichen in die flacheren Küstengewässer ziehen. Zu dieser Zeit sind die Schwärme besonders dicht und die Fische hungrig. Die Wassertemperatur spielt dabei eine entscheidende Rolle: Sobald das Wasser eine bestimmte Temperatur erreicht, meist um die 6-10 Grad Celsius, beginnt die große Wanderung. Es ist ratsam, lokale Informationen von Hafenmeistern, Angelvereinen oder erfahrenen Anglern einzuholen, da der genaue Zeitpunkt von Jahr zu Jahr und von Region zu Region variieren kann.
Neben der Frühjahrssaison gibt es oft eine kleinere, aber dennoch lohnenswerte zweite Welle im Herbst, etwa von September bis Oktober. Dann ziehen die Heringe, die den Sommer in tieferen Gewässern verbracht haben, erneut in Küstennähe, um sich vor dem Winter noch einmal Fettreserven anzufressen. Auch wenn die Schwärme dann oft nicht ganz so massiv sind wie im Frühjahr, können die Fische in dieser Zeit oft größer und kräftiger sein.
Frühjahrsrausch: Wo die Heringe beißen
Wenn die Heringssaison im Frühjahr ihren Höhepunkt erreicht, sind bestimmte Orte besonders vielversprechend. Typische Hotspots sind:
- Hafenbecken und Molen: Hier finden die Heringe oft Schutz und ruhigere Bedingungen zum Laichen. Besonders die Kanten und tieferen Bereiche sind attraktiv.
- Fjorde und Förden: Die geschützten Buchten bieten ideale Laichgründe und sind oft die ersten Anlaufstellen für die Schwärme.
- Küstennahe Bereiche: Flache Sandbänke und Seegraswiesen sind ebenfalls beliebte Orte, an denen sich die Heringe aufhalten.
Ausrüstung für die Heringssaison: Was Sie wirklich brauchen
Die richtige Ausrüstung ist das A und O für erfolgreiches Heringsangeln. Während die Heringe selbst keine extrem starke Ausrüstung erfordern, hilft eine auf diese Fischart abgestimmte Angelausrüstung, die Bisse besser zu erkennen und den Drill zu genießen.
- Angelrute und Angelrolle: Eine leichte bis mittelschwere Spinnrute von 2,40 bis 3,00 Metern Länge mit einem Wurfgewicht von 20-60 Gramm ist ideal. Sie sollte sensibel genug sein, um die feinen Bisse zu spüren, aber auch genügend Rückgrat besitzen, um mehrere Heringe gleichzeitig zu drillen. Dazu passt eine robuste Angelrolle für Salzwasser der Größe 2000-4000, die salzwasserbeständig ist und eine gute Schnurfassung bietet.
- Schnur: Eine monofile Schnur mit 0,25-0,30 mm Durchmesser oder eine geflochtene Schnur mit 0,10-0,15 mm ist gut geeignet. Geflochtene Schnüre bieten eine direktere Bisserkennung, während monofile Schnüre etwas fehlerverzeihender sind.
- Paternoster: Das Herzstück der Heringsmontage. Wählen Sie Paternoster mit Hakengrößen von 6 bis 10. Es gibt sie in verschiedenen Farben und mit unterschiedlichen Verzierungen (Glitzerfäden, Fischhautimitationen). Oft lohnt es sich, verschiedene Typen auszuprobieren, um herauszufinden, was am jeweiligen Tag am besten fängt.
- Bleie: Das Gewicht des Bleis hängt von der Strömung und der Wassertiefe ab. Meist sind 30-80 Gramm ausreichend, um das Paternoster schnell auf Tiefe zu bringen und dort zu halten. Es ist ratsam, eine Auswahl an Bleie für Heringsangeln in verschiedenen Gewichten dabei zu haben.
- Zubehör: Ein Eimer oder eine faltbare Fischkiste zum Aufbewahren des Fangs, ein Messer zum Ausnehmen, ein Entschupper und eventuell eine kleine wasserdichte Anglertasche für Kleinteile sind nützliche Begleiter.
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Bewährte Techniken für maximale Fangerfolge
Heringe sind Schwarmfische, und oft ist es entscheidend, die richtige Tiefe zu finden, in der sich der Schwarm aufhält. Beginnen Sie, indem Sie Ihr Paternoster bis zum Grund absinken lassen und es dann langsam, mit leichten Zupfbewegungen, wieder hochziehen. Beobachten Sie dabei die Rutenspitze und die Schnur auf Bisse. Oft beißen die Heringe in einer bestimmten Tiefe, die Sie dann beibehalten sollten.
Ein gängiger Trick ist das sogenannte „Jiggen“ oder „Pilken“: Werfen Sie das Paternoster aus und lassen Sie es absinken. Dann ziehen Sie es mit ruckartigen Bewegungen wieder ein, sodass die Köder am Paternoster lebhaft durchs Wasser „tanzen“. Diese Bewegung imitiert fliehende Kleinfische und reizt die Heringe zum Biss. Experimentieren Sie mit der Geschwindigkeit und Intensität der Zupfbewegungen, um die optimale Führung für den jeweiligen Tag zu finden.
Nach dem Fang: Versorgung und Genuss
Heringe sind nicht nur spannende Zielfische, sondern auch ein kulinarischer Genuss. Um die Qualität des Fisches zu gewährleisten, ist die richtige Versorgung nach dem Fang entscheidend. Am besten kühlen Sie die Heringe sofort in einem Eimer mit Meerwasser oder Eis. Nehmen Sie die Fische zeitnah aus, um die Haltbarkeit zu verlängern und den Geschmack zu bewahren.
Ob gebraten, sauer eingelegt als Matjes oder Bismarckhering – die Zubereitungsmöglichkeiten sind vielfältig. Frische Heringe direkt vom Kutter oder aus dem Meer schmecken unvergleichlich gut und sind ein echtes Highlight nach einem erfolgreichen Angeltag. Die Heringssaison ist also nicht nur eine Zeit des Angelns, sondern auch des Schlemmens.
Fazit
Das Angeln auf Hering ist eine wunderbare Möglichkeit, Naturerlebnis und den Fang eines schmackhaften Speisefisches zu verbinden. Wer die Geheimnisse der Heringssaison kennt – also wann und wo die Schwärme zu finden sind – und mit der passenden Ausrüstung und Technik zu Werke geht, wird mit großer Wahrscheinlichkeit einen vollen Eimer nach Hause tragen. Die Vorfreude auf die nächste Wanderung der „Silberlinge“ ist bei vielen Anglern schon jetzt groß, und mit dem hier vermittelten Wissen sind Sie bestens gerüstet, um diese spannende Zeit am Wasser in vollen Zügen zu genießen. Petri Heil!
Häufig gestellte Fragen
Wann ist die beste Heringssaison in Deutschland?
Die beste Zeit, um Heringe in Deutschland zu angeln, lässt sich in zwei Hauptperioden unterteilen: das Frühjahr und der Herbst. Die Haupt-Heringssaison beginnt typischerweise im März und dauert bis in den Mai hinein. In diesen Monaten ziehen die Heringe in großen Schwärmen zum Laichen in küstennahe Gewässer, Flussmündungen und Häfen. Dies ist die ertragreichste Zeit, um die "Silberlinge" zu fangen. Im Herbst, meist von September bis November, gibt es eine zweite, oft kleinere Laichzeit, bei der sich ebenfalls gute Fangaussichten ergeben können. Die genauen Zeitpunkte können jedoch je nach Region, Wassertemperatur und den spezifischen Wanderrouten der Heringsschwärme leicht variieren. Es empfiehlt sich, lokale Angelberichte und Wettervorhersagen zu verfolgen, um den idealen Zeitpunkt für Ihren Angelausflug zu bestimmen und von den besten Bedingungen zu profitieren.
Welche Ausrüstung brauche ich zum Hering angeln?
Für das erfolgreiche Heringsangeln benötigen Sie eine vergleichsweise einfache, aber effektive Ausrüstung. Eine leichte bis mittelschwere Spinnrute mit einer Länge von 2,70 bis 3,30 Metern ist ideal, da sie ausreichend Wurfweite und Sensibilität bietet. Dazu passt eine passende Salzwasser-Angelrolle der Größe 2000 bis 4000, die mit einer dünnen geflochtenen Schnur (0,08-0,12 mm) oder einer monofilen Schnur (0,20-0,25 mm) bespult ist. Das Herzstück der Montage ist das Heringsvorfach, das oft mit mehreren kleinen Haken und glitzernden Attraktoren oder Fischhautimitationen ausgestattet ist. Ein Bleigewicht (ca. 20-60g, je nach Strömung und Wurfweite) am Ende des Vorfachs sorgt für die nötige Sinktiefe. Vergessen Sie nicht einen Eimer oder eine faltbare Fischkiste zum Transport der Fänge, einen Lösezange und gegebenenfalls einen Kescher.
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Welche Köder sind am besten für Heringe?
Beim Heringsangeln sind spezielle Köder, die die natürliche Beute der Heringe imitieren, am effektivsten. Der absolute Klassiker und meistgenutzte Köder ist das Heringsvorfach. Diese Vorfächer bestehen aus einer Hauptschnur, an der in regelmäßigen Abständen mehrere (meist fünf bis sieben) kleine Fischhaken befestigt sind. Die Haken sind oft mit glitzernden Materialien, bunten Federn, kleinen Perlen oder Imitationen von Fischhaut verziert. Diese Attraktoren ahmen kleine Beutefische oder Plankton nach, die Heringe anziehen. Besonders erfolgreich sind Vorfächer, die echtes Fischhaut-Material verwenden, da dies eine sehr realistische Optik und Haptik bietet. Farben wie Silber, Grün, Blau und Weiß sind besonders fängig, da sie das Licht im Wasser gut reflektieren. Es ist ratsam, verschiedene Vorfächer mit unterschiedlichen Farben und Designs dabei zu haben, um flexibel auf die Vorlieben der Heringe reagieren zu können.
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Wo finde ich die besten Angelplätze für Heringe?
Heringe sind Schwarmfische, die während ihrer Laichwanderung bestimmte Gebiete bevorzugen. Die besten Angelplätze finden sich daher meist in küstennahen Regionen, insbesondere an der Ost- und Nordseeküste Deutschlands. Beliebte Hotspots sind Häfen, Molen, Seebrücken und Flussmündungen, wo das Wasser tiefer ist und es oft eine gute Strömung gibt. Diese Strukturen bieten den Heringen Schutz und dienen als Orientierungspunkte auf ihren Wanderrouten. Auch in tieferen Fahrrinnen oder an Kanten, wo das Ufer steil abfällt, können sich Heringsschwärme aufhalten. Es lohnt sich, lokale Angler zu befragen oder sich in Angelgeschäften vor Ort nach den aktuellen Fangplätzen zu erkundigen. Oft versammeln sich Angler an den Stellen, wo bereits Heringe gesichtet oder gefangen wurden, was ein guter Indikator für einen vielversprechenden Angelplatz ist.
Wie erkenne ich einen guten Heringsschwarm?
Das Erkennen eines guten Heringsschwarms ist entscheidend für einen erfolgreichen Fang. Es gibt mehrere Anzeichen, auf die Sie achten können: Ein häufiges und offensichtliches Zeichen ist die Aktivität von Seevögeln, insbesondere Möwen. Wenn Möwen in großer Zahl über einem bestimmten Bereich kreisen und ins Wasser stoßen, deutet dies oft auf einen darunterliegenden Fischschwarm hin. Manchmal kann man auch die Heringe selbst an der Wasseroberfläche sehen, wenn sie in dichten Schwärmen schwimmen und das Wasser leicht kräuseln oder sogar kleine Sprünge machen. Für Angler mit technischer Ausrüstung ist ein Echolot ein unschätzbares Hilfsmittel, um Heringsschwärme direkt unter dem Boot oder an der Kaimauer zu lokalisieren. Auf dem Echolot erscheinen Heringe als dichte Wolken oder große, sichelförmige Ansammlungen. Auch die Beobachtung anderer Angler kann hilfreich sein: Wo viele Ruten krumm sind, da ist meistens auch Fisch.
Gibt es spezielle Techniken beim Hering angeln?
Ja, beim Heringsangeln gibt es bewährte Techniken, die Ihre Erfolgschancen erheblich steigern können. Die gängigste Methode ist das Jiggen oder Zupfen mit dem Heringsvorfach. Dabei wird das Vorfach mit dem Bleigewicht ausgeworfen und bis zum Grund absinken gelassen. Anschließend wird es durch wiederholtes Anheben und Absenken der Rute in kurzen, ruckartigen Bewegungen durch die Wassersäule geführt. Dies imitiert die Bewegungen kleiner Beutefische und reizt die Heringe zum Anbiss. Es ist wichtig, die Tiefe zu variieren, da sich die Heringe in unterschiedlichen Wasserschichten aufhalten können. Manchmal sind sie direkt am Grund, manchmal im Mittelwasser oder sogar nahe der Oberfläche. Ein langsames, gleichmäßiges Einholen mit gelegentlichen Zupfern kann ebenfalls erfolgreich sein. Experimentieren Sie mit verschiedenen Tiefen und Geschwindigkeiten, bis Sie die Bissfrequenz erhöhen. Sobald Sie einen Biss spüren, ist es ratsam, die Rute kurz zu halten und nicht sofort einzuholen, da oft mehrere Heringe gleichzeitig anbeißen.
Wie bewahre ich gefangenen Hering am besten auf?
Die richtige Aufbewahrung ist entscheidend, um die Qualität und Frische des gefangenen Herings zu gewährleisten. Am wichtigsten ist es, die Fische so schnell wie möglich zu kühlen. Direkt nach dem Fang sollten die Heringe in eine faltbare Fischkiste, einen Eimer oder eine flexible Fischwanne, die idealerweise mit Eis gefüllt ist, gelegt werden. Dies stoppt den Verderbnisprozess sofort. Viele Angler haben dafür eine Kühlbox oder eine wasserdichte Transporttasche dabei. Zuhause angekommen, sollten die Heringe umgehend ausgenommen und gesäubert werden. Entfernen Sie die Innereien und spülen Sie die Fische gründlich unter kaltem Wasser ab. Anschließend können die Heringe je nach Bedarf zubereitet, eingefroren oder eingelegt werden. Für das Einfrieren empfiehlt es sich, die Fische portionsweise in Gefrierbeutel zu verpacken und möglichst luftdicht zu verschließen, um Gefrierbrand zu vermeiden.
Was sollte ich beim Hering angeln beachten (Regeln, Schonzeiten)?
Beim Hering angeln ist es essenziell, sich an die geltenden Regeln und Bestimmungen zu halten, um einen nachhaltigen Fischfang zu gewährleisten und die Fischbestände zu schützen. Informieren Sie sich vorab über die lokalen Schonzeiten und Mindestmaße für Heringe in dem Gewässer, in dem Sie angeln möchten. Diese können je nach Bundesland und Region variieren. Zudem gibt es oft Fanglimits, also eine maximale Anzahl an Fischen, die pro Tag und Angler entnommen werden dürfen. Diese Regeln dienen dazu, eine Überfischung zu verhindern. Achten Sie auch auf das korrekte Handling der Fische: Nicht maßige oder geschonte Heringe sollten vorsichtig vom Haken gelöst und schonend zurückgesetzt werden. Vermeiden Sie unnötigen Müll und hinterlassen Sie Ihren Angelplatz sauber. Ein verantwortungsvoller Umgang mit der Natur und den Fischbeständen trägt dazu bei, dass auch zukünftige Generationen Freude am Heringsangeln haben können.